
Am Wochenende ging die Deutsche Einzelmeisterschaft zu Ende, und wie schon 2013 an genau demselben Ort in der Hermann-Neuberger-Sportschule in Saarbrücken hat wieder der »alte Mann« gewonnen! Ja, Klaus Bischoff wird uns sicher erlauben ihn so zu nennen, weil er sich sehr gerne und häufig über sein Alter beklagt und sich selbst so nennt. Dabei ist er gerade mal knapp über die Fünfzig, also gar kein Alter!
Und wieder war es - genau wie 2013 - ein Schwarzsieg gegen einen Favoriten. Damals Fridman in der frühen Turnierphase, und dieses Mal Jung-GM Alexander Donchenko spannender Weise in der letzten Runde!
Aber das ist nicht unser Thema hier, lasst uns über Jens und Enis reden, die Abgesandten des Schachverbandes Württemberg!
Jens Hirneise ist ganz knapp an einer IM-Norm vorbeigeschrammt. Er konnte unter anderem IM Herbert Bastian und FM Johannes Dorst besiegen, geriet in seiner Partie gegen GM Daniel Fridman nie in Verlustgefahr und erreichte am Ende starke fünf Punkte!
Auch Enis Zuferi darf mit seinen vier Punkten sehr zufrieden sein. Und Enis zeigt, wie man seine Spielstärke schnell steigern kann: indem man seine eigenen Partien genau analysiert. Schon am Sonntagabend hatte er diesen ausführlichen und sehr lesenswerten Bericht auf seiner Heilbronner Vereinsseite eingestellt.
Einen herzlichen Glückwunsch an Beide!
Und für alle, die diesen beiden nacheifern möchten, sei hier noch erklärt wie man eigentlich dazu kommt an so einer Deutschen Meisterschaft teilnehmen zu dürfen. Bei Jens Hirneise ist es ganz einfach. In der »Hall of Fame« der Württembergischen Einzelmeister findet man sein Portrait schon in den Jahren 2008 und 2010, und 2014 in Grunbach wurde er hinter Andreas Reuß Vizemeister. Da Württemberg zu den vier mitgliederstärksten Verbänden zählt und daher zwei Teilnehmer zur Deutschen Einzelmeisterschaft entsenden darf, war er damit sicher für die DEM 2015 qualifiziert.
Super interessant ist dagegen, was bei Enis Zuferi passierte. Er sollte ursprünglich in Grunbach im Kandidatenturnier spielen. Aber dann brauchte Turnierleiter Manfred Lube einen Spieler aus dem Kandidatenturnier um das Meisterturnier gradzahlig zu machen. Zunächst wurde ein anderer Teilnehmer gefragt, der aber absagte! Als Zweiter war Enis Zuferi dran, der diese Chance am Schopfe packte.
Im Turnier legte er los wie die Feuerwehr, besiegte Kabisch und Latzke, hatte nach drei Runden drei Punkte und am Ende stand der dritte Platz. Da Andreas Reuß, der zu früheren Zeiten schon drei Mal dabei war, auf seine Teilnahme an der DEM verzichtete, fiel der zweite Startplatz an Enis Zuferi. Ich finde das ist tolles Beispiel dafür, wie manchmal auch der Zufall eine Schachkarriere befördern kann. Und dass es sich sehr lohnen kann gebotene Chancen auch zu nutzen.
17.12.2015 Notiz in der Lokalausgabe Rems-Murr der Stuttgarter Zeitungsgruppe
Claus Seyfried
Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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