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Zentrale Endrunde der BW-Liga

Zunächst einen herzlichen Dank an Mario Born und seine Böblinger, dass Sie die zentrale Endrunde(n) ausgerichtet haben. "Großkopferte" waren ebenso wie ein Siegerpokal oder Meisterbrett nicht anwesend. Meister wurden mit Abstand die "Unaufsteigbaren" der OSG Baden-Baden 3 [... wenn die 3. Mannschaft in der 3. Liga spielt, dann staut es sich darüber]. Nach der Vorschlussrunde hatte Heilbronn zwei Mannschafts- aber mehr als 10 Brettpunkte Vorsprung auf Karlsruhe. Deshalb versuchten sie gegen Untergrombach so aufzustellen, dass sowohl ihr Brett 3 Pascal Neukirchner, als auch benedikt Dauner aus Untergrombach an Brett 2 einen ausländischen Titelträger für eine (mögliche) IM-Norm bekommt. Das erklärt das Aufrücken der Heilbronner mit Lücke, dadurch deren suboptimale Aufstellung und damit zwanglos die daraus resultierende Niederlage in der Schlussrunde.

Mit seinem ureigenen Humor - entweder man mag ihn, oder man hasst ihn - hat Enis Zuferi die Endrunden vom 28.02. und 01.03. durch die Heilbronner Brille betrachtet und so zusammen gefasst (Beitrag von Enis samt Bilder von hier übernommen):

Ein gutes Pferd
…springt nur so hoch, wie es muss.

Showdown in Böblingen. Aber eigentlich gab es nicht mehr viel zu tun. Dank diverser Spenden anderer Vereine hatten wir vor der finalen Doppelrunde so viele Brettpunkte auf dem Konto, dass ein einfacher Mannschaftssieg gegen den SV Hockenheim mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zum Aufstieg in die 2. Bundesliga Süd reichen würde.

Viel spannender war die Frage, ob einer unserer Spieler eine IM-Norm erzielen würde. Bei mir wäre es die dritte gewesen, der andere Kandidat war Pascal Neukirchner. Frei nach Harry Potter galt hierbei: „keiner kann leben, während der andere überlebt“. Ein Traum musste sterben, denn wir beide brauchten noch ausländische Titelträger und Hockenheim hatte nur einen davon im Kader, den ukrainischen IM Nekrasov. Dieser spielte am Samstag im Konferenzraum des Mercure äh nein Rilano auch nicht… elaya Hotels gegen Pascal und nicht gegen mich, sodass mein Traum wohl Voldemort war. Anders als Harry Potter wurde Pascal aber kein großer Held am Samstag, denn er spielte auch nur Remis.

Die Helden, die das zentrale Wochenende auf die Beine stellten, waren die Ausrichter vom SC Böblingen. Oberchef Mario Born (ich weiß nicht einmal, ob er der Vorsitzende ist oder einfach nur der, der alles macht) freute sich laut eigener Aussage in einer E-Mail, unseren Aufstieg und den Böblinger Abstieg zu feiern. Galgenhumor ist wohl angebracht, wenn man eine derartige Seuchensaison wie Böblingen hinter sich hat. Aber ehrlich gesagt halte ich das für eine bemerkenswerte Eigenschaft und wäre froh, wenn ich als alter Mann, der nichts mehr gewinnt, auch so humorvoll über meine Niederlagen sprechen würde.
Passend zur wundervollen Organisation stellten wir erneut ein sehr starkes Team auf die Beine. Okay, die Flasche Wasser hätte günstiger sein können, 3 Euro finde ich zu viel. Aber dafür gab es kostenlosen Kaffee, also haben wir uns halt damit hydriert.

Neben der wasserspendenden Funktion spürte ich nicht viel von der wachmachenden Wirkung des Bohnensaftes. Gegen IM Tomislav Bodrozic spielte ich eine blutleere Eröffnung und als nach knapp 15 Zügen ein Remisangebot kam, nahm ich es widerwillig an. „Leider“ spielt Bodrozic für die deutsche Föderation, sodass meine Normträume, wie oben erwähnt, ein schnelles Ende fanden. Den Mannschaftssieg würden auch die anderen holen, dachte ich mir.

Was man halt so denkt…

Wer hier einen großen Plot Twist erwartet, der glaubt wohl auch, dass Hagrid nur große Knochen hat und kein Halbriese ist. Nach zwei Remisen taten die anderen, was sie tun mussten. Nur noch Simon Degenhard spielte Remis, aber ok, er hatte es ja auch schwieriger mit Schwarz. Die anderen, egal ob schwarz oder weiß (komm und spiel das Spiel der Spiele!!), sammelten Punkte noch und nöcher. Selbst Theo Stijve, am Anfang der Saison noch der personifizierte Mangel an Motivation, erkämpfte sich nach über sechs Stunden einen Sieg. Ein Endspiel brauchte Fabian Bänziger nicht „grinden“, er gewann im Stile von „Harry Potter und der Stein der Weisen“ urplötzlich mit einem Springeropfer.

Rau - Bänziger

IM Hannes Rau, irgendwann mal in Heilbronn geboren und aufgewachsen, opferte eine Figur, um einen interessanten Angriff starten. Mit seinem letzten Zug Dh6-h8 rannte er jedoch in die Riposte …Sd5-e3! (ein sehr gutes Pferd) Die Dame auf d7 ist wegen des Grundreihenmatts nach …Tc8-c1+ tabu und andere Varianten gab es auch nicht. In der Analyse war sich Fabian nicht so sicher, wie gut es eigentlich war, aber der Computer wies seine Bedenken ab. Neben Fabian und Theo gewannen Eduard und Johannes, seit Kindheitstagen beste Freunde, ebenfalls ihre Partien. Da fällt mir auf, dass Noah Fecker auch Remis gespielt hatte, aber gegen GM Baramidze kann man sich so einen kleinen Fauxpas schon erlauben.
Das 6-2 war schon mehr, als wir brauchten, denn bereits mit einem 5-3 hätten wir alle Zweifel aus der Welt geschafft. Karlsruhe gewann nämlich nur 5,5-2,5 gegen den Gastgeber. Die Kombination von zwei Mannschaftspunkten und 10,5 Brettpunkten Vorsprung war unschlagbar.
Somit standen wir vor dem Spiel Nerhegeb und sahen uns selbst an. Was wünschten wir uns? Das eine, den Aufstieg in die 2. Liga, hatten wir in der Hand. Das andere war…ein Döner. Stimmt. Wir mussten uns mal wieder in ein Restaurant begeben oder besser gesagt, ein Restaurant finden, welches Samstag Abend noch spontan Platz für neun Leute hatte. Aber anders als „meine Eltern sollen wieder leben“ war das kein unerfüllbarer Wunsch, so ließen wir den Abend bei (veganen) Burgern, Steaks und paar Bier ausklingen.

Moment, wieso waren wir zu neunt? So ein Team hat ja immer nur acht Spieler. Wir haben nämlich Philipp Huber auch mitgenommen, da ich einen Masterplan geschmiedet hatte. Dieser Plan hatte zwei Ebenen: am Samstag hoffen, dass Pascal oder ich gegen Nekrasov spielen würden (check). Am Sonntag dann jemanden aussetzen lassen, damit Pascal (oder ich) gegen GM Rogic (Kroatien) spielt, um den letzten ausländischen Titelträger für die Norm zu bekommen. Und dafür brauchten wir einen extra Spieler.
Also soweit der Plan. Die Realität sah anders aus. Untergrombach spielte ohne GM Solodovnichenko an Brett 1, dadurch saß Rogic an 3. Aber Pascal war an Brett 5 gesetzt. Es gab nur einen Ausweg: wir würden zwei Bretter aufrücken, damit Pascal seine Norm bekommt. Das Ergebnis seiner Partie war egal, er hätte auch einen Handstand auf dem Brett machen können. Jedoch war der Mannschaftskampf dadurch ruiniert, weil wir nur einen Ersatzspieler dabei hatten. Naja, immerhin waren wir schon aufgestiegen.

Pascal Neukirchner (Heilbronn) schaffte eine IM-Norm

Wir gratulieren herzlich zu dieser Errungenschaft! Mögen die zwei anderen Normen und die 2400 Elo bald kommen. Man kann nie genug IMs haben 🙂
Tatsächlich gab es eine zweite Norm, diese ging an unsere Gegner aus Bruchsal. Deren Spieler Benedikt Dauner (an 2 spielend) benötigte ebenfalls einen ausländischen Titelträger. Eigentlich wäre hier keine Diskussion nötig gewesen, Noah spielt an 2 und fertig. Aus irgendeinem Grund gab es Diskussionen und weil ich wirklich nicht Leute zurechtweisen wollte (Theo meinte, ich hätte als Kapitän durchgreifen sollen), einigten wir uns erst sehr spät darauf, dass Eduard und ich aussetzen würden. Und so bekam auch Benedikt Dauner seine wohlverdiente (erste) IM-Norm. Im Übrigen sollte man schon würdigen, wenn ein Mensch insgesamt 16 Stunden (aus Lausanne, Schweiz) anreist, nur um für den Heilbronner Schachverein Schach zu spielen. So wichtig sind wir nämlich nicht, um das Argument der langen Reise mit einem „na und?“ abzuwimmeln.

Zum Mannschaftskampf gegen Untergrombach gibt es nicht viel zu sagen. Ab Brett 5 wurde katastrophales Schach gespielt, an Brett 6 genau genommen gar kein Schach, weil wir Martin Istvanovszki als kampflose Niederlage in den Spielbericht eintrugen. Martin meinte noch scherzhaft zu mir, dass er endlich zu einem Einsatz gekommen wäre. Don’t you worry, my friend, your time will come. Jedenfalls verloren Huber, Degenhard und Mundorf chancenlos. Fecker schob gegen Dauner Remis, Bänziger nutzte seine Chance nicht und das einzige, das ich persönlich sehen wollte, passierte auch. Stijve überspielte Tobias Peng gekonnt und gewann nach einer wunderschönen Endspielführung. Noch etwas, über das ich mich freuen konnte.
Untergrombach gewann diesen finalen Kampf mit 5,5-2,5. Naja, machste nix. Es war eh egal. Ein gutes Pferd und so. Wir taten, was wir mussten, genauso erzielten Pascal und Benedikt Dauner eine Punktlandung bezüglich ihrer Normen. All’s well that ends well.

v.l.n.r.: Enis Zuferi, Eduard Miller, Johannes Mundorf, Theo Stijve, Philipp Huber, Simon Degenhard, Noah Fecker, Pascal Neukirchner und Fabian Bänziger

Die Bilanz post-Covid: Meister Oberliga Württemberg, zwei Saisons 2. Bundesliga, zwei Saisons Oberliga BW und jetzt wieder 2. Bundesliga. Kann sich sehen lassen.

 

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