
In Braunfels hat die diesjährige deutsche Frauenmannschaftsmeisterschaft der Landesverbände begonnen. Bis Sonntag spielen 13 Mannschaften um den Titel. Das württembergische Team hat zum Auftakt 5,5-2,5 gegen Thüringen gewonnen.
Württemberg ist vor allem aufgrund seiner Spitzenbretter favorisiert: dort spielen gleich 4 deutsche Mannschaftsmeisterinnen vom SK Schwäbisch Hall. An den ersten 3 Brettern spielen Ekaterina Atalik, Irina Bulmaga und Karina Ambartsumova, die schon im Vorjahr in Braunfels spielte. Dazu kommt ab heute noch Jana Zpevakova, die am Donnerstag noch erfolgreich ihre mündliche Abschlussprüfung zum Bachelor ablegte und sich dann in den Bus nach Frankfurt setzte, wo sie Mitternacht ankam.
Am Donnerstag sprang für sie Württembergs Frauenreferentin Biba Brender selber ein, verlor aber ihre Partie nach besserer Eröffnung und langen harten Widerstand. Da stand der Mannschaftssieg gegen Thüringen aber schon fest. Die Thüringerinnen traten nur zu Siebt an, Irina Bulmaga kam so zu einem kampflosen Punkt. Ekaterina und Karina konnten ebenfalls gewinnen, außerdem gewann Simona Gheng, die davon profitierte, dass ihre Gegnerin Diana Skibbe ihre Gewinnstellung noch verlor. Remis spielten Yana Rempel, Marina Heil und die fünfte Hallerin in der Mannschaft, Katerina Zpevakova, die auch zwischendurch deutlich schlechter stand.
Am Freitag gibt es gleich 2 Runden. Am Morgen geht es jetzt gegen Hamburg, die auch deutlich stärker als im Vorjahr antreten. An Brett 1 spielt dort die neue deutsche U18-Meisterin Theodora Rogozenco, die vor gerade mal einer Woche im nicht so weit entfernten Willingen den Titel gewann. Insgesamt ist das Turnier deutlich stärker besetzt als im Vorjahr, Insbesondere Titelverteidiger Bayern, der 2 Mannschaften stellt, hat ebenfalls 3 Topspielerinnen dabei: für die 1. Mannschaft spielt Dina Belenkaya vom SC Bad Königshofen, die in der Frauenbundesliga alle Partien gewann, für das Juniorenteam die frischgebackene WGM Hanna Marie Klek aus Erlangen und WIM Nato Imnadze, in München studierende Georgerin. Letztere sicherte den bayrischen Juniorinnen wenigstens noch ein 4-4 gegen Sachsen durch Gewinn eines komplizierten Dame-Turm-Endspiels, das lange remis aussah. Die 1. bayrische Mannschaft verlor sogar gegen Baden, bei beiden Mannschaften sind zwar die Spitzenbretter sehr stark, aber hinten sind die Mannschaften schwächer.
Eine weitere Neuerung: erstmals werden die Partien live übertragen: Partien bei Chess24.
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Thomas Marschner

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