Geschäfts- und Spielordnung

Veröffentlicht am: 02.03.2015 von Wolfgang Tölg in: Schachbezirk Stuttgart » Offizielles Drucken


Verabschiedung Stuttgart im April 1979
11. Überarbeitung Stuttgart im Februar 2015

§ 1 Wesen und Geschäftsbereich

(1) Der Schachbezirk Stuttgart (SBS) ist eine Gliederung des Schachverbandes Württemberg e.V. (SVW) und als solche eine Vereinigung von Schachvereinen und Schachabteilungen von Vereinen innerhalb des Schachverbandes Württemberg e.V., soweit sie diesem angehören.

(2) Geschäftsbereich des Schachbezirks Stuttgart ist das vom Schachverband Württemberg e.V. zugewiesene Gebiet. Es umfaßt die Stadt Stuttgart, den Landkreis Böblingen sowie Teile der Landkreise Rems-Murr, Ludwigsburg, Eßlingen und Calw.

(3) Veränderungen des Geschäftsbereichs sind nur durch Verbandsbeschluß möglich.

§ 2 Gliederung, Schachkreise

(1) Der Schachbezirk Stuttgart gliedert sich in folgende Schachkreise:

Schachkreis Stuttgart-West

Schachkreis Stuttgart-Mitte

Schachkreis Stuttgart-Ost

(2) Die Schachkreise umfassen folgende Gebiete:

Schachkreis Stuttgart-West: Gesamter Landkreis Böblingen sowie Leinfelden-Echterdingen, Vaihingen-Rohr, Simmozheim, Wildberg/Neubulach, Nagold und Heimsheim.

Schachkreis Stuttgart-Mitte: Ditzingen, Korntal, Gerlingen, Hemmingen und das Stadtgebiet Stuttgart ohne Vaihingen-Rohr und Neckar-Vororte.

Schachkreis Stuttgart-Ost: Stuttgarter Neckar-Vororte
Teile des Rems-Murr-Kreises sowie Affalterbach.

(3) Die Schachkreise arbeiten selbständig. Die Mitglieder der Kreisleitungen werden von den Kreistagen gewählt. Die Schachkreise regeln den Spielbetrieb in eigener Verantwortung, sind jedoch an die Bestimmungen der Ordnungen des Schachverbandes Württemberg e.V. und an diese Geschäfts- und Spielordnung des Schachbezirks Stuttgart gebunden. Zur Erledigung ihrer Aufgaben erhalten die Kreise einen Teil des Beitragsrückflusses. Die Aufteilung bestimmt der Bezirkstag.

§ 3 Schachbezirksjugend Stuttgart (SBJS)

(1) Die SBJS ist eine Unterorganisation des Schachbezirks Stuttgart und der Württembergischen Schachjugend im SVW.

(2) Die SBJS führt und verwaltet sich selbständig und gibt sich eine eigene Geschäfts- und Spielordnung im Rahmen der Satzungen und Ordnungen der vorstehend genannten Organisationen.

§ 4 Organe

(1) Organe des Schachbezirks Stuttgart sind:

Der Bezirkstag

die Bezirksleitung

der Bezirksspielausschuß

(2) Über alle Sitzungen der Organe ist ein Protokoll zu führen. Das Protokoll des Bezirkstages wird vom Protokollführer erstellt. Es ist vom Bezirksleiter zu unterschreiben.

§ 5 Der Bezirkstag

(1) Der Bezirkstag ist das oberste Organ des Schachbezirks Stuttgart. Der Bezirkstag besteht aus den Vertretern aller Vereine des Schachbezirks Stuttgart, den Mitgliedern der Bezirksleitung und den der Bezirksleitung nicht angehörenden Mitgliedern des Bezirksspielausschusses. Jeder Verein und jedes Mitglied der Bezirksleitung und des Bezirksspielausschusses hat eine Stimme. Vereine mit mehr als 50 Mitgliedern haben zwei Stimmen. Jeder Stimmberechtigte hat nur eine Stimme.

(2) Der Bezirkstag tritt alle zwei Jahre und zwar in den Jahren, in denen ein ordentlicher Verbandstag abgehalten wird, zusammen (ordentlicher Bezirkstag). Der Bezirkstag bestimmt die Richtlinien der Arbeit des Bezirks. Seine Aufgaben sind:

  • Bestellung eines Protokollführers
  • Entgegennahme der Berichte der Bezirksleitung, des Bezirksspielausschusses, der Kassenprüfer und des Bezirksschiedsgerichtes
  • Entlastung der Bezirksleitung
  • Neuwahlen der Bezirksleitung, des Bezirksspielausschusses, des Bezirksschiedsgerichtes und der Kassenprüfer.
  • Änderung der Geschäfts- und Spielordnung
  • Erledigung der Anträge
  • Beschlußfassung über Anträge an den Verbandstag
  • Verabschiedung eines Haushaltsplanes.
  • Wahl der Delegierten für den Verbandstag
  • Bestätigung des Vorsitzenden der Bezirksjugend

(3) Ein außerordentlicher Bezirkstag wird abgehalten, wenn

  • der Bezirksleiter ihn einberuft
  • der Bezirkstag oder die Bezirksleitung mit Mehrheit die Einberufung beschließt
  • zwei der drei Schachkreise mit Mehrheit es verlangen

§ 6 Die Bezirksleitung

(1) Die Bezirksleitung besteht aus

  • dem Bezirksleiter
  • dem Bezirksspielleiter
  • dem Bezirkskassier
  • dem Bezirksfrauenwart
  • dem Bezirkspressewart
  • dem Wertungsreferenten
  • dem Vorsitzenden des Bezirksschiedsgerichts
  • dem Referenten für Ausbildung
  • dem Referenten für Breiten- und Freizeitsport
  • den von den Kreistagen gewählten Kreisleitern
  • dem von der SBJS gewählten und vom Bezirkstag bestätigten Vorsitzenden der Bezirksjugend

(2) Die Bezirksleitung wird bei Bedarf vom Bezirksleiter einberufen. In Jahren, in denen kein ordentlicher Bezirkstag abgehalten wird, muß eine Sitzung der Bezirksleitung stattfinden.

(3) Die Bezirksleitung führt die Beschlüsse des Bezirkstages durch. Die Aufgaben verteilen sich wie folgt:

a) Bezirksleiter:

  • Einberufung des Bezirkstages und der Bezirksleitung
  • Leitung des Bezirkstages und der Sitzungen der Bezirksleitung
  • Vertretung des Schachbezirks gegenüber dem Verband und der Öffentlichkeit
  • Durchführung der Maßnahmen, die im Rahmen dieser Geschäfts- und Spielordnung erforderlich sind.
  • Protokollführung bei Sitzungen der Bezirksleitung

b) Bezirksspielleiter

  • Vorsitz im Bezirksspielausschuss, Koordination
  • Einberufung des Bezirkspielausschusses
  • Protokollführung bei Sitzungen des Bezirksspielausschusses
  • Vertretung des Bezirksleiters
  • Durchführung der Bezirksturniere (siehe § 10)

c) Bezirkskassier:

  • Führung der Kasse und Mahnwesen, Meldung säumiger Vereine an den Bezirksleiter und Bezirksspielleiter
  • Erstellung des Kassenberichts und Meldung an den Präsidenten des Schachverbandes Württemberg e.V.
  • Erstellung eines Haushaltsplanes

d) Bezirksfrauenwart:

  • Durchführung von Frauenmeisterschaften auf Bezirksebene
  • Vertretung der Belange des Frauenschachs

e) Bezirkspressewart:

  • Veröffentlichungen in den Schachzeitschriften (über den Verbandspressewart)
  • Berichterstattung über den Bezirk in der Tagespresse

f) Wertungsreferent:

  • Auswertung der Turniere des Bezirks sowie gemeldeter Turniere der Vereine

g) Vorsitzender des Bezirksschiedsgerichts:

  • Durchführung von Schiedsverfahren
  • Auswahl der Beisitzer

h) Referent für Ausbildung:

  • Beratung von Vereinen
  • Koordination und Durchführungsverantwortung für Maßnahmen im Bereich Ausbildung

i) Referent für Breiten- und Freizeitsport:

  • Beratung von Vereinen
  • Koordination und Durchführungsverantwortung für Maßnahmen im Bereich Breiten- und Freizeitsport

j) Vorsitzender der Bezirksjugend:

  • Betreuung der Schachjugend des Bezirks im Sinne der Geschäfts- und Spielordnung der SBJS

(4) Alle Mitglieder der Bezirksleitung werden für zwei Jahre gewählt (für die Kreisleiter und den Vorsitzenden der SBJS bestehen andere Regelungen). Wiederwahl ist zulässig. Auf Verlangen der Mehrheit kann auch geheim gewählt werden.

§ 7 Der Bezirksspielausschuß

(1) Der Spielausschuß ist zuständig für die Terminfestsetzungen der Turniere auf Bezirksebene sowie für die Auslosung der Landes- und Bezirksligen.

(2) Der Bezirksspielausschuß besteht aus:

  • Dem Bezirksspielleiter (Vorsitzender)
  • dem Bezirksleiter
  • dem Bezirkskassier
  • dem Bezirksturnierleiter
  • dem Bezirksfrauenwart
  • dem Leiter der Landesliga
  • dem Leiter der Bezirksliga
  • den Kreisleitern
  • dem Vorsitzenden der Bezirksjugend

(3) Die Sitzungen des Spielausschusses werden nach Bedarf vom Bezirksspielleiter einberufen.

(4) Bezirksturnierleiter:

  • Vertretung und Unterstützung des Bezirksspielleiters

§ 8 Kassenprüfer

(1) Die Bezirkskasse ist von zwei Kassenprüfern jährlich zu prüfen. Der Bezirkstag wählt zwei Kassenprüfer und einen Ersatzkassenprüfer. Bei Verhinderung eines Kassenprüfers tritt der Ersatzkassenprüfer an dessen Stelle. Dasselbe gilt für die Kasse der SBJS. Über die Prüfung ist dem Bezirkstag zu berichten.

(2) Die Kassenprüfer dürfen nicht der Bezirksleitung angehören.

§ 9 Bezirksschiedsgericht

(1) Das Bezirksschiedsgericht besteht aus dem Vorsitzenden des Schiedsgerichts, seinem Stellvertreter und fünf Beisitzern. Mitglieder des Bezirksspielausschusses und von den Kreisen gewählte Spielleiter sollen ihm nicht angehören.

(2) Die Schiedsverfahren werden nach den Bestimmungen der Ordnungen des Schachverbandes Württemberg e.V. abgewickelt.

§ 10 Turniere

Der Schachbezirk Stuttgart führt folgende Turniere durch:

  • Mannschaftsmeisterschaften
  • Bezirkseinzelmeisterschaft
  • Einzelblitzmeisterschaft
  • Einzel-Pokal-Turnier
  • (Stuttgarter Stadtmeisterschaft)
  • Frauenmeisterschaft (bei Bedarf)
  • Pokal-Mannschafts-Meisterschaft
  • Blitz-Mannschafts-Meisterschaft

 

§ 11 Mannschaftsmeisterschaften

(1) Der Schachbezirk Stuttgart trägt seine Mannschaftsmeisterschaften in folgenden Ligen aus:

  • Landesliga
  • Bezirksliga

(2) Die Landesliga spielt mit 10 Mannschaften in einer Staffel. Der Meister steigt in die Verbandsliga Gruppe Nord auf.

(3) Die Bezirksliga spielt in 2 Staffeln zu je 10 Mannschaften. Die beiden Staffelmeister steigen in die Landesliga auf. Die Meister der Kreisklassen steigen in die Bezirksliga auf. Beide Staffeln werden in jedem Jahr durch den Spielausschuß wie folgt neu zusammengesetzt:

Staffel I: 2. Staffel I, 3. Staffel II, 4. Staffel I, 5. Staffel II, 6. Staffel I, 7. Staffel II,
gegebenenfalls je nach Absteigerzahl: 8. Staffel I, 9. Staffel II

Staffel II: 2. Staffel II, 3. Staffel I, 4. Staffel II ,5. Staffel I, 6. Staffel II, 7. Staffel I,
gegebenenfalls je nach Absteigerzahl: 8. Staffel II, 9. Staffel I

Ergibt sich hierdurch die Zuordnung mehrerer Mannschaften eines Vereins für eine Staffel, so ist wie folgt zu verfahren: Die "erste" Mannschaft verbleibt in dieser Staffel, die "zweite" Mannschaft wechselt, die "dritte" verbleibt, usw. Erhält eine Staffel dadurch mehr als zehn Mannschaften, sind die in der letzten Saison tiefplatzierten Mannschaften der betroffenen Staffel der anderen Staffel zu zu ordnen.

Die Absteiger aus der Landesliga, die Aufsteiger aus den Kreisklassen und der eventuelle Stichkampfsieger (siehe Abs. 4) werden gleichmäßig dazugelost.

(4) Die Zahl der Absteiger aus der Landesliga und Bezirksliga wird nach folgendem Schema errechnet:

 

 

Fall I

Fall II

Fall III

Fall IV

Absteiger aus der Verbandsliga

0

1

2

3

Absteiger aus der Landesliga

1

2

3

4

Absteiger aus der Bezirksliga

2

3 *

4

5 **

In dem mit * bezeichneten Fall ist ein Stichkampf zwischen den beiden Neuntplazierten der beiden Bezirksligen erforderlich, in dem mit ** bezeichneten Fall ist ein Stichkampf zwischen den beiden Achtplazierten der beiden Bezirksligen erforderlich. Soweit Stichkämpfe erforderlich sind, wird das Heimrecht vom Klassenleiter ausgelost. Bei 4 : 4 entscheidet die Berliner Wertung; ergibt auch diese Gleichstand, entscheidet der Sieg am höchsten Brett; bei acht Remis entscheidet das Los.

(5) Die Bedenkzeit beträgt zwei Stunden für die ersten 40 Züge sowie eine weitere Stunde für den Rest der Partie.

Die Bedenkzeit beträgt ab der Saison 2016/17 in der Landesliga sowie ab der Saison 2017/18 in der Bezirksliga 90 Minuten für die ersten 40 Züge; nach der Zeitkontrolle 30 Minuten je Spieler zusätzlich für die verbleibenden Züge; zusätzlich pro Zug 30 Sekunden von Beginn an (Fischer-Modus).

§ 12 Bezirkseinzelmeisterschaft

(1) Der Schachbezirk Stuttgart trägt seine Einzelmeisterschaft jährlich in den Monaten Januar bis April aus. Das Turnier soll nach Schweizer System bei 7 bis 9 Runden ausgetragen werden.

(2) Teilnahmeberechtigt sind:

  • Die Absteiger aus dem Württembergischen Kandidatenturnier
  • die Vorberechtigten (1. - 8.) des Vorjahres
  • ein Freiplatz für den ausrichtenden Verein
  • bis zu 15 Aufsteiger aus den Kreisen
  • Freiplätze können von der Spielleitung bis zum Erreichen von 24 Teilnehmern oder, bei mehr Vorberechtigten, einer geraden Teilnehmerzahl vergeben werden.

(3) Die Zahl der Aufsteiger richtet sich nach der Teilnehmerzahl der Kreiseinzelmeisterschaften. Bei 19 und mehr Teilnehmern steigen 5 Spieler auf, bei 18 und weniger nur 4.

(4) Die Zahl der Aufsteiger in das Kandidatenturnier richtet sich nach den Bestimmungen des Württembergischen Schachverbandes e.V..

(5) Die Bedenkzeit beträgt zwei Stunden für die ersten 40 Züge sowie 30 Minuten für den Rest der Partie.

§ 13 Einzelblitzmeisterschaft

(1) Die Einzelblitzmeisterschaft wird jährlich ausgetragen. Gespielt wird in einem Rundenturnier mit bis zu 24 Teilnehmern.

(2) Teilnahmeberechtigt sind:

  • die 5 Erstplazierten der letzten Einzelblitzmeisterschaft
  • ein Freiplatz für den ausrichtenden Verein
  • jeweils 6 Aufsteiger aus den Kreisen (gesamt 18)

(3) Freiplätze können von der Spielleitung bis zum Erreichen von 24 Teilnehmern vergeben werden.

(4) Die Zahl der Aufsteiger zur Blitzmeisterschaft des Verbandes richtet sich nach den Bestimmungen der Wettkampf- und Turnierordnung des Schachverbandes Württemberg e.V..

§ 14 Einzel-Pokalturnier

(1) Das Einzelpokalturnier auf Bezirksebene wird jährlich ausgetragen. Teilnahmeberechtigt sind alle Schachspieler, die einem Verein des Schachbezirks Stuttgart angehören.

(2) Die Regelungen der Turnierordnung des Deutschen Schachbundes e.V. und/oder der WTO sind entsprechend anzuwenden.

(3) Die Zahl der Aufsteiger zum Pokalturnier des Verbandes richtet sich nach den Bestimmungen der Wettkampf- und Turnierordnung des Schachverbandes Württemberg e.V..

(4) Die Bedenkzeit beträgt zwei Stunden für die ersten 40 Züge sowie 30 Minuten für den Rest der Partie.

§ 15 Stuttgarter Stadtmeisterschaft

(1) Unter der Schirmherrschaft des Schachbezirks Stuttgart wird eine offene Stadtmeisterschaft von Stuttgart ausgetragen. Das Turnier wird nach Schweizer System in 7 - 9 Runden, je nach Beteiligung gespielt.

(2) Teilnahmeberechtigt sind alle Schachspieler. Das Turnier wird in der Regel einzelnen Stuttgarter Vereinen zur Ausrichtung übertragen.

§ 16 Frauenmeisterschaft

(1) Der Schachbezirk Stuttgart richtet bei Bedarf eine Frauenmeisterschaft aus. Das Turnier kann im Rundensystem ausgetragen werden. Gegebenenfalls werden in den Kreisen Qualifikationsturniere ausgetragen. Es gelten dann die Bestimmungen für Einzelturniere sinngemäß. Wird keine Frauenmeisterin ermittelt, steigt die Erst- bzw. Nächstplazierte der Mädchenmeisterschaft der SBJS in das Württembergische Kandidatinnenturnier auf.

§ 17 Pokal-Mannschafts-Meisterschaft

(1) Der Schachbezirk Stuttgart führt jährlich eine Pokal-Mannschafts-Meisterschaft (Vierer-Pokal) durch. Zugelassen sind nur Vereinsmannschaften des Schachbezirks Stuttgart.

(2) Eine Mannschaft besteht aus bis zu 20 Spielern. Die Reihenfolge ist nicht vorgeschrieben, sie kann zu jedem Wettkampf aus dem Kontingent der gemeldeten Spieler frei gewählt werden. Jeder Spieler darf in einer Runde nur für eine Mannschaft nominiert werden. Ab- und Nachmeldungen sind möglich. Spieler dürfen für höchstens 2 Mannschaften gemeldet werden.

(3) Gespielt wird im K.O.-System. Bei unentschiedenem Ausgang wird die Berliner Wertung angewandt. (Sieg am 1. Brett = 4 Punkte, 2. Brett = 3 Punkte, 3. Brett = 2 Punkte, 4. Brett = 1 Punkt). Führt auch diese Wertung zum Gleichstand, so entscheidet der Sieg am 1. Brett. Bei 4 Remisen wird zwischen den Mannschaftsführern gelost.

(4) Die Erstplazierten sind entsprechend der Festlegung durch den Verbandsspielausschuß berechtigt, an der Verbandspokalrunde teilzunehmen.

(5) Die Bedenkzeit beträgt zwei Stunden für die ersten 40 Züge sowie 30 Minuten für den Rest der Partie.

§ 18 Blitz-Mannschafts-Meisterschaft

(1) Der Schachbezirk Stuttgart führt jährlich eine Blitz-Mannschafts-Meisterschaft durch. Zugelassen sind nur Vereinsmannschaften des Schachbezirks Stuttgart.

(2) Eine Mannschaft besteht aus vier Spielern und bis zu sechs Ersatzspielern, die zu Beginn der Meisterschaft in festgelegter Reihenfolge gemeldet werden müssen. Die Rangfolge kann während des Turniers auf Bezirksebene nicht geändert werden.

(3) Es spielt jede Mannschaft gegen jede. Die Meisterschaft wird nach den FIDE-Blitzregeln ausgetragen.

(4) Spielberechtigt sind auf Bezirksebene 22 Mannschaften. Gehen mehr Meldungen ein als Plätze in der Ausschreibung vorgesehen sind, hat der Spielleiter nach angemessenen Gesichtspunkten zu entscheiden.

(5) Die Erstplazierten sind entsprechend der Festlegung der Teilnehmerzahl durch den Verbandsspielausschuß berechtigt, an der Verbandsrunde teilzunehmen.

§ 19 Finanzierung

(1) Zur Finanzierung der Mannschaftskämpfe und Einzelturniere kann der Schachbezirk Stuttgart Start- und z.T. auch Reuegelder erheben.

Die Beträge werden von der Bezirksleitung im Rahmen des Haushaltsplanes festgelegt und in der Ausschreibung (bzw. 1. Rundschreiben) bekannt gegeben.

(2) Start- und Reuegelder werden ausnahmslos mit der Meldung fällig. Das Reuegeld wird bei ordnungsgemäßer Beendigung des Turniers in voller Höhe zurückbezahlt. Bei einmaligem, unentschuldigtem Fehlen verfällt die Hälfte des Reuegeldes, im Wiederholungsfalle der Rest.

(3) Bei Mannschaftskämpfen müssen die Startgelder spätestens bis 10. September eingegangen sein. Erfolgt die Zahlung zu einem späteren Termin, verdoppeln sich die Beträge. Geht die Zahlung nicht bis zur 1. Runde ein, so bleibt die Mannschaft von der Teilnahme bis zur Bezahlung ausgeschlossen. Die Kämpfe werden mit 0 : 8 als verloren gewertet.

§ 20 Sonstige Bestimmungen

(1) Offizielles Mitteilungsblatt des Schachbezirks Stuttgart ist die Schach-Zeitung. Jeder Verein ist verpflichtet, mindestens 1 Exemplar zu beziehen.

(2) Das Erscheinen am Bezirkstag ist Pflicht eines jeden Vereins. Fehlt ein Verein, wird eine Geldbuße in Höhe von Euro 30,-- fällig.

(3) Ergebnisse bei Mannschaftskämpfen sind gemäß WTO § 10(1)e zu melden. Der Spielbericht verbleibt, außer bei einem Protest, bis zum Saisonende beim Mannschaftsführer der Heimmannschaft. Bei Verspätung der Meldung kann die Staffelleitung eine Geldbuße in Höhe von Euro 10,- verhängen.

(4) Nachmeldungen müssen der Staffelleitung spätestens 8 Tage vor dem Spieltag (Pokal-Mannschafts-Meisterschaft: Rundenstart) vorliegen. Die Nachmeldung soll in der Regel über das Portal erfolgen. Die betroffene gegnerische Mannschaft (Mannschaftsführer) soll durch die Staffelleitung spätestens 7 Tage vor dem Spieltag (Pokal-Mannschafts-Meisterschaft: Rundenstart) informiert werden.

§ 21 Schlußbestimmungen

(1) Der Bezirksleiter ist ermächtigt und verpflichtet, alle gebotenen Maßnahmen im Sinne dieser Geschäfts- und Spielordnung durchzuführen.

(2) Diese Geschäfts- und Spielordnung des Schachbezirks Stuttgart tritt mit der Verabschiedung (Mehrheit der anwesenden Delegierten) durch den Bezirkstag in Kraft.

(3) Änderungen dürfen nur vom Bezirkstag mit Mehrheit der anwesenden Delegierten (§ 5 (1) dieser Geschäfts- und Spielordnung) vorgenommen werden.

 

Diese Geschäfts- und Spielordnung wurde vom ordentlichen Bezirkstag 1979 am 7.4.1979 in Stuttgart mit Mehrheit angenommen.
Stuttgart, den 18.4.1979
gez.: Rainer Lempert, Protokollführer des Bezirkstages 1979
gez.: Gert Schmid, Bezirksleiter

Die 11. Überarbeitung beinhaltet die vom ordentlichen Bezirkstag 2015 in Stuttgart beschlossenen sowie alle früheren Änderungen.
Stuttgart, 28.02.2015.
gez.: Philipp Bergner, Protokollführer
gez.: Wolfgang Tölg, Bezirksleiter