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Württembergische Blitz-Mannschaftsmeisterschaft 2014
Blitzmannschaftsmeisterschaft in ungewöhnlicher Umgebung
Wird das gutgehen, eine offizielle Meisterschaft des Schachverbands Württemberg in einem Möbelhaus? Am Spieltag waren die Bedenken dann aber schnell verflogen. Der einladende Spielbereich bot viel Platz für die Mannschaften und Zuschauer, das angrenzende Restaurant war auch nicht lauter, als es eben über 110 Schachspieler beim Blitzen nun mal sind. Durch die großzügige Fläche konnte zudem mit einer Schachlounge und Simultan Werbung für unseren Sport gemacht werden. Viele bekannte Schachgesichter aus der Region statteten der Meisterschaft einen Besuch ab, wie auch interessierte Möbelhaus-Gäste und -mitarbeiter immer wieder vorbeischauten.
Das Turnier startete mit etwa 20 Minuten Verspätung, vor allem weil angemeldete Mannschaften nicht kamen und die Auslosungen geändert werden mussten. Schliesslich gingen 26 Mannschaften an dem Start und spielten das Turnier zügig und ohne erwähnenswerte Streitfälle. Schon bald setzte sich der SK Bebenhausen an die Spitze und konnte die übrigen Mannschaften bis zum Ende des Turniers auf 2 bis 3 Punkte Abstand halten. Auf den Plätzen dahinter wechselten die Mannschaften ständig, und am Ende stand der Post SV Ulm mit ein paar Brettpunkten Vorsprung vor dem SK Sontheim/Brenz auf dem zweiten Platz. Den zweiten und den achten Platz trennten nur drei Mannschaftspunkte.
Blitzschach vor gemalter Kulisse
Die erfolgreichsten Spieler waren Anthony Wirig (SK Schwäbisch Hall, Brett 1) und Ralf Müller (SC Erdmannhausen, Brett 2), jeweils 21½ Punkte, Georg Braun (SK Bebenhausen, Brett 2) und Markus Löhr (SK Schmiden/Cannstatt, Brett 4), jeweils 21 Punkte, Mark Kvetny (Stuttgarter SF, Brett 3) 20½ Punkte, sowie Igor Neymann (Stuttgarter SF, Brett 2) 20 Punkte.
Württembergischer Blitzmannschaftsmeister: SK Bebenhausen 1 vlnr: Georg Braun, Rudolf Bräuning, Andreas Carstens, Ulrich Zimmermann
Mit vielen Helfern sorgte der SC Weiße Dame Ulm für einen reibungslosen Turnierablauf. Schiedsrichter Falco Nogatz hatte Meldebögen und Software vorbereitet, mit denen die Ergebnisse durch die Spieler sehr schnell eingetragen und von der Turnierleitung Frederic Goda und Ignacio Simo von Koschitzky in den Computer eingegeben werden konnten. Dadurch konnten die Zwischenstände sehr zeitnah auf Leinwände projiziert und den Teilnehmern und Zuschauern bekannt gegeben werden.
Getreu dem Motto von Möbel Mahler ''Alles außer Nein'' unterstützen die Mitarbeiter Frau Weidenbacher und Herr Guhl die Ausrichter und fanden für alle Wünsche schnelle Lösungen. Für die Mittagspause wurden in hauseigenen Restaurant verschiedene Menüs angeboten, mit denen sich die Spieler schnell und gut stärken konnten.
Besucher beim Lösen von Schachaufgaben
Auch für die Zuschauer und Besucher des Möbelhauses wurde etwas geboten. In der vom Möbelhaus aufgebauten Schachlounge standen Schachbretter für freie Partien und man konnte in der von Elmar Braig verfassten Ulmer Schachgeschichte Informationen über zum Teil lange zurückliegende Schachaktivitäten und historische lokale Schachpersönlichkeiten bekommen. Die 18jährige Katja Stoll von SC Weiße Dame Ulm spielte an bis zu 8 Brettern gegen Zuschauer simultan. Obwohl unter ihrer Gegnern ungewöhnlich spielstarke Turnierbesucher und sogar Teilnehmer waren, konnte sie die meisten Partien gewinnen. Der Vizepräsident des SVW Walter Pungartnik stellte den Besuchern nur scheinbar leichte Mattaufgaben, die mit verblüffenden Lösungen auch erfahrene Schachspieler überraschten. Bernhard Jehle hatte das Turnier mit Spielmaterial unterstützt und bot Literatur und Software an.
Rang | Mannschaft | NWZ | S | R | V | Man.Pkt. | Brt.Pkt |
---|---|---|---|---|---|---|---|
1. | SK Bebenhausen 1992 I | 2257 | 18 | 5 | 2 | 41 - 9 | 71.5 |
2. | Post-SV Ulm | 2186 | 17 | 5 | 3 | 39 - 11 | 67.5 |
3. | SK Sontheim/Brenz I | 1998 | 17 | 5 | 3 | 39 - 11 | 63.0 |
4. | SC Erdmannhausen | 2118 | 17 | 4 | 4 | 38 - 12 | 65.5 |
5. | SK Schmiden/Cannstatt | 2217 | 16 | 5 | 4 | 37 - 13 | 68.0 |
6. | SK Bebenhausen 1992 II | 2121 | 16 | 5 | 4 | 37 - 13 | 62.0 |
7. | Stuttgarter SF | 2235 | 16 | 4 | 5 | 36 - 14 | 70.5 |
8. | SK Lauffen I | 2152 | 16 | 4 | 5 | 36 - 14 | 66.0 |
9. | SK Schwäbisch Hall | 2105 | 15 | 4 | 6 | 34 - 16 | 63.5 |
10. | TG Biberach I | 2161 | 14 | 4 | 7 | 32 - 18 | 59.0 |
11. | SF Deizisau | 2072 | 13 | 5 | 7 | 31 - 19 | 55.5 |
12. | SK Lauffen II | 2007 | 11 | 4 | 10 | 26 - 24 | 47.5 |
13. | SG Schwäbisch Gmünd 1872 | 2055 | 9 | 6 | 10 | 24 - 26 | 48.0 |
14. | SC Weiße Dame Ulm | 2067 | 9 | 3 | 13 | 21 - 29 | 44.0 |
15. | SV Jedesheim 1921 | 1916 | 8 | 3 | 14 | 19 - 31 | 49.0 |
16. | TG Biberach II | 1913 | 7 | 5 | 13 | 19 - 31 | 41.5 |
17. | TSV Langenau | 1952 | 6 | 7 | 12 | 19 - 31 | 38.5 |
18. | SF Pfullingen | 2009 | 7 | 2 | 16 | 16 - 34 | 42.5 |
19. | SF 59 Kornwestheim | 1950 | 6 | 4 | 15 | 16 - 34 | 39.5 |
20. | Mönchfelder SV 1967 | 2033 | 5 | 6 | 14 | 16 - 34 | 39.0 |
21. | SK Sontheim/Brenz II | 1908 | 5 | 5 | 15 | 15 - 35 | 40.5 |
22. | SC Bisingen-Steinhofen | 1910 | 6 | 3 | 16 | 15 - 35 | 33.5 |
23. | TSV Willsbach | 1976 | 5 | 4 | 16 | 14 - 36 | 38.5 |
24. | SC Ingersheim | 2026 | 2 | 8 | 15 | 12 - 38 | 32.0 |
25. | SK Horb | 1889 | 2 | 5 | 18 | 9 - 41 | 29.5 |
26. | SV Balingen | 1859 | 4 | 1 | 20 | 9 - 41 | 24.5 |
Weitere Bilder und ausführliche Tabellen sind auf der Homepage des Ausrichters zu finden: http://weisse-dame-ulm.schachvereine.de/