
Bei den Frauen setzten sich bis auf ein Remis immer die Favoritinnen durch: mal deutlich und schnell wie Dolzhykova und Voicu-Jagodzinsky, mal langwierig wie bei Schulze, aber zum Teil auch erst nach wechselvollem Verlauf. Mit stellenweise 450 Punkten Unterschied bei der Spielstärke ist das keine große Überraschung.
Fun Fact am Rande: die Schlusstellung der Partien von Lara Schulze und der aktuellen U18-Meisterin Karoline Gröschel sind beinahe spiegelverkehrt: beide spielen mit Schwarz, beide haben einen Randbauern auf a2 bzw. h2 und den passenden Läufer dazu, immer hat die Gegnerin noch einen Springer und beide Male endet es im Zugzwang, so dass der weiße König nicht beim Springer bleiben kann.
Setzt man die Baden-Württembergische Brille auf, so erkämpfte sich Rebecca Doll im Baden-Württembergischen Duell ein Remis gegen Annemarie Meier und Ana-Maria Bursan unterlag Elke Zimmer nach einem Einsteller in Zeitnot, obwohl sich der Zeiger der Engine zuvor deutlich zu ihren Gunsten neigte.
In der offenen Kategorie schaffte unter den Topp-6 Brettern nur der Favorit Daniel Fridman einen standesgemäßen Sieg, drei der Partien endeten unentschieden und zwei gingen - aus Favoritensicht - gar verloren. So gelang Miller ein nicht unverdienter Sieg gegen Graf nach wechselvollem Verlauf. Nikolas Wachinger opferte gegen Christian Glöckler einen Läufer auf f7 - der Blechtrottel sagt: bei bestem Spiel Ausgleich für Weiß. Der erst 12-Jährige opferte seine Dame für drei Figuren und zwei Bauern und ließ sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Ein Schelm, wer dabei an den 17. Oktober 1956 denkt.
Auch in der nächsten Sechsergruppe schlugen sich die Underdogs gut und holten 50 Prozent. Neben den Favoritensiegen von Deuer und Kölle siegten auch zwei nominell knapp 200 Punkte schwächere Gegner. Da war auch mit Alfred Nemitz der zweite Youngster darunter. Bei den Brettern 13-18 siegten viermal die Favoriten, aber immerhin zwei Remis gelangen den nominell schwächeren Spielern dort, wo die Differenz 300 ELO-Punkten und mehr betrug.
Die BW-Brille sagt +2, =1, -1 für Baden und +2, =2, -1 für Württemberg, wobei Benedikt Dauner ein Schwarzsieg in 27 über den dritten Youngster gelang.
Mal sehen, ob es so weiterhin überraschend und damit spannend bleibt, oder, ob es wie im Film heißt: "das Imperium (der Favoriten) schlägt zurück".
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