
Dem Bann des 54-jährigen ungemein sympathischen und bescheidenen Letten kann sich offenbar keiner entziehen. Lankas Demonstration zu den Themen „Muster erkennen“ und „Signalzügetheorie“ war „ witzig und didaktisch hervorragend“, wie einer der Teilnehmer anmerkte. Lanka ist bei Weltmeister Michael Tal in die Lehre gegangen. An der Sportschule in Moskau ausgebildet, hat der Weltklassetrainer sein Können und Wissen an Dutzende von Talenten weitergegeben, die es zum Großmeister brachten oder gar in der Weltspitze landeten, wie sein Musterschüler Alexej Schirow.
Ein gutes Dutzend Vereine im württembergischen Schachverband nutzen die Chance und verpflichten den Vielbeschäftigten immer wieder, nicht zuletzt weil seine Vorträge ungemein unterhaltsam sind. Seine anschaulichen Sprachneuschöpfungen - vom „Eselsohr“ über die „Säge“ und den „Doppelagenten“ bis zur „Müllabfuhr“ – faszinieren sein Publikum und machen Schach erlebbar und verständlich. Neuerdings hat er ein Engagement an einer privaten Züricher Schachschule, weshalb erste Befürchtungen laut wurden, er könnte demnächst ganz in die Schweiz “auswandern“, nicht zuletzt weil dort seine Arbeit wesentlich besser honoriert wird.
In dem von Referent Armin Dorner geleiteten Kurs erfuhren die C-Trainer außerdem aus erster Hand über das Projekt „Schach für kids“ von Ralf Schreiber, dem ehemaligen Breitenschachreferenten des DSB, das in mehr als 600 Bildungseinrichtungen, vor allem Kindergärten, in Nordrhein-Westfalen mit Erfolg eingesetzt wird. Dazu erhielten sie kostenlos das Übungs- und Lehrerheft, um das Vorhaben, Schach als pädagogisches Hilfsmittel einzusetzen, selbst in die Tat umsetzen zu können.
SVW-Präsident Armin Winkler – der zugleich seine C-Trainer-Lizenz verlängerte und deshalb den kompletten Kurs besuchte - stand am Abend beim traditionellen Umtrunk den Schachfreunden über die Verbandspolitik Rede und Antwort. Ralf Schreibers Wunsch nach Unterstützung seines Projekts in Württemberg soll im SVW-Präsidium zur Sprache kommen.
Oberliga-Schiri Steffen Erfle frischte die FIDE-Regeln auf – unter anderem in Form eines Rollenspiels - und erläuterte die Neuerungen, die in diesem Jahr in Kraft getreten sind. So wurde vor allem die Handyverbotsregel deutlich verschärft.
Zum Thema „Schach mal anders“ eine praktische Einführung, stellte C-Trainer Armin Winterstein (Calw) viele gute Ideen vor, die von den Teilnehmern sofort in den Vereinen angewandt werden können.
Dr. Heiner Uhlig, Mentor von Zigurds Lanka, stellte die Software Chess Position Trainer (CPT) vor, eine „zukunftsweisende Antwort darauf, wie man mit dem Nachwuchs von heute unter Einsatz moderner Möglichkeiten komplexe Muster am besten üben kann“. Davon ist der erfahrene Trainer der Königskinder Hohentübingen überzeugt. Der CPT ist ein Werkzeug, mit dem Eröffnungen und Taktik trainiert werden können.
C-Trainer Armin Schuch gab den Kollegen eine Menge praktische Tipps über Methoden des Schachtrainings. Der Ingersheimer konnte seine kreativen Übungen ausführlich vorstellen. Die Teilnehmer durften sich selbst an den pfiffigen Spielideen versuchen und hatten dabei eine Menge Spaß.
B-Trainer Holger Kiefhaber aus Karlsruhe – von Armin Dorner an der Sportschule Schöneck entdeckt - hielt einen anschaulichen Vortrag, wie man typische Fehler bei Jugendlichen bekämpft. Anregungen, die bei allen Trainern sehr gut ankamen.
Alfred von Wysocki aus Nehren (bei Tübingen)ist seit Jahren Stammgast. Keiner vermag es besser und einfühlsamer, sowohl Neulingen als auch alten Hasen näher zu bringen, wie ein Trainer mit Jugendlichen kommunizieren sollte und wie er sein Schachthema präsentiert, damit es bei den Schülern ankommt.
Am Schluss des Lehrgangs waren alle einig, dass es sich gelohnt habe, ein Wochenende an der Sportschule verbracht zu haben, um sich fortzubilden und etwas mitzunehmen für das Training im Verein. Alle Referenten erhielten großen Applaus. Immerhin waren mehrere „altgediente“ Übungsleiter darunter, die ihre Lizenz erstmals vor mehr als 20 Jahren erworben hatten. „Stressig, aber super“, meinte der eine, „Das war der beste Kurs, den ich je besucht habe“, schwärmte ein anderer Schachspieler. Und dabei dachte er wohl nicht nur an das ausgezeichnete Essen an der Sportschule…. Hieß es zu Beginn noch „Ich muss meine Lizenz verlängern“, wurde daraus in der Schlussbesprechung bei dem einen oder anderen ein Erstaunliches „Ich durfte…“. Referent Armin Dorner sah darin sein Ziel als „im wesentlichen erreicht“ an. Deutliche Kritik wurde mehrfach an der Sportschule selbst geübt, die „nicht mehr zeitgemäß ausgestattet“ sei.
„Was haben wir gelernt?“, fragte augenzwinkernd Armin Dorner und zitierte Sprüche der Referenten: „Für den Körper gibt`s kein morgen.“ „Gegen Matt hilft kein Elo“. „Wer rochiert der verliert.“ Und Lanka bekam den sprachlichen Hinweis einer Schachspielerin mit auf den Weg: „Bei uns werden Damen nicht geschlagen, sondern erobert.“
Der nächste Fortbildungskurs in Ruit findet vom 20. bis 22. November 2015 statt.
Der aktuelle Lehrgang Neuausbildung C-Trainer an der Sportschule erstreckt sich über ein halbes Jahr, von Oktober 2014 bis Mai 2015.
Armin Dorner

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Der Verband bietet allen Vereinen die Möglichkeit für Turniere Schachmaterial auszuleihen. Ausleihanfragen können hier gestellt werden.
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| Bezirk Stuttgart 4. Rosemarie Bornschein Gedenkturnier Fr. 03.04.2026 - Mo. 06.04.2026 in Bürgertreff Gablenberg, Wagenburgstr. 148 C, 70186 Stuttgart |
| Vereine Monats-Blitzturnierserie des SK Bebenhausen Fr. 03.04.2026 in Begegnungsstätte Hirsch in der Hirschgasse 9 in 72070 Tübingen-Altstadt Blitzelo-Auswertung bedeutet: mitspielen kann nur, wer eine FIDE-ID hat. Wer noch keine FIDE-ID hat, beantragt diese unbedingt im Vorfeld bei Andreas Klein ( |
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