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Entwurf der Ordnungen für einen Schachverband Baden-Württemberg

Liebe Schachfreunde,

die Ordnungen für einen Baden-Württembergischen Verband bekommt Ihr hier im Entwurf. Wir bitten Euch, das durchzusehen und möglichst bis Ostern Anregungen und Bedenken zu formulieren. Dazu findet Ihr unten den Link zu einer Datei, in die Ihr Kommentare schreiben könnt. Dazu wird es auch Bezirkstage geben, um die Entwürfe zu erläutern und zu diskutieren. Wir wollen bis zur Jahresmitte die Ordnungen so weit fertig haben, dass wir an die Übergangsregelungen gehen können, die wichtig sind. Jetzt ist noch nichts in Stein gemeißelt, danach brauchen wir stabile Texte um weiterarbeiten zu können. Bei Fragen und Anregungen könnt ihr euch auch gerne an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. wenden.

Die Ordnungen sollen eine Modernisierung erreichen, die unabhängig von der Fusion wichtig ist. Wir sehen in beiden Verbänden strukturelle Probleme, die nicht in zehn Jahren dazu führen sollen, dass Verband und Bezirke nicht mehr handlungsfähig sind. Natürlich haben wir das Rad nicht neu erfunden. Wir haben für die Gremien aber möglichst genau bestimmt, ob sie leiten sollen (dann klein und arbeitsteilig) oder Mitwirkung sicherstellen (dann größer und mit Mehrheit der Vertreter der Bezirke). Da gab es Grenzfälle, beispielsweise bei der Terminplanung, für die wir eine hoffentlich praktikable Lösung vorschlagen. Repräsentation nach außen war für uns nicht so wichtig und wird in den Leitungsgremien mit erledigt. Wichtig war uns ein funktionierendes Modell für den Spielbetrieb, der doch für die Schachspieler ihr wichtigster Kontakt mit dem Verband ist.

Das Regelungskonzept ist neu erstellt, berücksichtigt aber die Traditionen beider Verbände. Das Gesamtmodell ist für beide Verbände auch dann geeignet, wenn eine Fusion am Ende nicht gewünscht wird. Für die Qualifikationsplätze auf deutscher Ebene, die durch eine Fusion verringert werden könnten, wurde eine Übergangsregelung gefunden (in der Schachjugend noch nicht finalisiert). Bei einer Neugestaltung im DSB hätte der neue Verband ausreichend Gewicht, um eine sinnvolle Neuregelung zu verhandeln.

Wir haben auch mitgedacht, wie die Verbände ohne Fusion aussehen könnten. Die Regelungen, die wir hier vorschlagen, würden überwiegend auch für die jeweiligen Verbände allein funktionieren. Es ist mit der Fusion aber leichter, Bezirke mit einer ausreichenden Größe und überschaubaren Wegen zuzuschneiden. Vor allem im Norden (Odenwald/Nordwürttemberg) und im Gebiet zwischen Breisgau und Bodensee sind nach unserer Auffassung ohne die Fusion keine dauerhaften Strukturen zu gestalten. Das haben wir aber nicht bis zu einem detaillierten Vorschlag ausgerechnet, weil der Aufwand nicht dafür stehen würde. Wir halten eine Bezirksgröße von derzeit 1400 Schachspielern für notwendig, damit Gremien dauerhaft besetzt werden können. Dass das gelingt, kann natürlich niemand garantieren, schon jetzt lassen sich aber in vielen Bezirken Vorstandsämter nicht mehr besetzen und nicht alle Aufgaben erfüllen. Die Fusion dürfte auch finanzielle Ersparnisse bringen, das ist aber nicht ausschlaggebend.
Die Höhe von Beiträgen, Gebühren etc. in der Finanzordnung ist bisher noch nicht festgelegt. Daran arbeiten wir gerade. Es steht das VErsprechen, dass sich die Beiträge unter dem Strich nicht erhöhen.
Alle für Sportler wichtigen Regelungen sind in der Sportordnung zusammengefasst. Im Spielbetrieb ist die Grundstruktur wie bisher. Unterhalb der Landesliga, die in Baden der jetzigen Verbandsliga entspricht, haben die Bezirke große Freiheit, die Regelungen nach örtlichen Bedürfnissen zu gestalten. Die oberste Liga (heute BW-Liga) wird künftig Oberliga heißen. Die heutigen zwei Oberligen sollen künftig als zwei Verbandsligen ausgetragen werden. Die heutigen vier Verbandsligen sollen künftig zu fünf Landesligen werden. Darunter sind dann 10 Bezirksoberligen vorgesehen, welche durch die künftigen Bezirke organisiert werden sollen. 

Vor uns liegt so oder so Arbeit. Die Texte hat eine kleine Arbeitsgruppe erstellt und dabei vieles erwogen und verhandelt. Das solltet Ihr prüfen. Vor allem im zweiten Halbjahr wird es in der Fläche aktive Menschen brauchen, die für die praktische Umsetzung vor Ort mitdenken, insbesondere in den Bezirken. Wir meinen, man sollte den Prozess nicht ablehnen, um sich diese Arbeit zu ersparen. Was jetzt nicht angepackt wird, rächt sich nach Jahren. Wenn alles klappt, würde die Fusion am 25.4.2027 voraussichtlich in Pforzheim vollzogen und dann Mitte 2027 der neue Verband seinen ersten ordentlichen Verbandstag abhalten.
Hier findet Ihr die Regelwerke als Kommentarmöglichkeit. Dafür ist ein Anmeldeprozess erforderlich, weil wir keine anonymen Kommentare wollen. Die Texte sind als pdf zum Lesen ebenfalls beigefügt außerdem noch ein Erläuterungstext zu Auf- und Abstieg.

Zudem findet ihr hier den vorläufigen Stand zur Bezirkseinteilung, welche noch mit den erweiterten Präsidien besprochen wird:


Viele schachsportliche Grüße
Dr. Christoph Mährlein, Präsident Badischer Schachverband e.V.
Dr. Carsten Karthaus, Präsident Schachverband Württemberg e.V.

p.s. redaktionelle Ergänzung:
Diese Veröffentlichung erscheint zeitgleich bei den Kollegen des Badischen Schachverbands: https://badischer-schachverband.de unter "Aktuelles".
Der Stand der Entwürfe von Satzung, Ordnungen und Erklärungen kann hier als PDF-Dokumente herunter geladen werden:

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