Teilnehmer

Und die Probleme betreffen nicht nur der Schachsport. Alle Sportarten haben mit Mitgliederschwund zu kämpfen. Problematiken/Ursachen sind unter anderem:

  • demographische Entwicklung (Alterspyramide)
  • gesellschaftlicher Wandel (Werteänderung)
  • Konkurrenz durch vielfältige Freizeitaktivitäten
  • Schachspezifisch auch die Möglichkeit, online dem Hobby nachzugehen

Das führt unter anderem dazu, dass heutzutage die mittlere Verweildauer in einem Verein nur noch 3,6 Jahre beträgt. Auf die Jugend bezogen ist die Verweildauer sogar erheblich kürzer. Gerade die immer kürzer werdende Verweildauer ist ein Indikator, dass Vereine verstärkt darauf zu achten haben, wie man Mitglieder halten kann. Basierend auf dieser Erkenntnis fand in Gruppenarbeit zuerst eine Situationsanalyse statt, um folgende Fragen zu beantworten:

  • Wie sollte der ideale Verein aussehen?
  • Welche konkreten Voraussetzungen müssen hierfür gelten?
  • Was kann der Verein bieten?
  • Wie führt man Leute ins Ehrenamt hinein?

Die Ergebnisse der Analyse wurden am Samstagmorgen von den einzelnen Gruppen vorgestellt und diskutiert. Hier eine Zusammenfassung:

Analyse: Was bietet der Verein?

  • Anerkennung (Vermittelt Beispielsweise über Ehrungen, Geburtstagsgeschenke, interne und externe Darstellung, Pokale, …)
  • Demokratische Teilhabe (Gesamtverein, Vereinsjugend, Verband)
  • Geselligkeit (Ausflüge/Freizeiten, Feiern, Stadtfeste, gemeinsames zusammensitzen)
  • Schach spielen (Einzel/Mannschaft im Spielbetrieb und im Verband)
  • Ausbildung (Mannschaftsführer, Trainer, Schiedsrichter)

Analyse: Welche konkreten Voraussetzungen sollten gegeben sein?

  • Gute Räumlichkeiten: Zeitlich verfügbar, räumlich flexibel
  • engagierte, kompetente Führungskräfte im Vorstand
  • Gute Ausstattung: Spielmaterial, Demobrett (Beamer, PC,..)
  • Informationsfluss: Homepage, Vereinszeitung, Öffentlichkeitsarbeit, …
  • Angebote / Turniere
  • gute örtliche Erreichbarkeit (öffentliche Verkehrsmittel, Telefon, …)
  • Einbinden des sozialen Umfeldes (Eltern, Ehefrau, …) = Helfer
  • Ambiente
  • Gesunde, gemischte Mitgliederstruktur (Alter, DWZ, …)

Analyse: Wie führt man den Nachwuchs zum Ehrenamt?

  • Auf ausgewogene Lastverteilung achten
  • kostenlose Weiterbildung mit dem Amt verbinden
  • Anreize setzen (Ehrenamtspauschale, Ehrenmitgliedschaft, Essen, …)
  • Aufgaben konkret mit Informationen und Hilfe verbinden

Die hier aufgeführten Punkte geben nur Stichwortweise die Ergebnisse wieder. Detailreiche Erläuterung und weitergehende Betrachtung aller Aspekte würde hier zu weit führen. Es folgten die Referate.