Eilmeldung


Aus der Corona VO Sport, gültig ab 13.01.2022

"Die Anwendung der Pflicht für über 18-Jährige, in geschlossenen Räumen eine FFP2-Maske zu tragen, wurde in die CoronaVO Sport integriert. Die Ausnahme im Blick auf das Tragen einer solchen Maske bei der eigentlichen Sportausübung blieb unverändert. Selbstverständlich besteht während der Sportausübung und der Nutzung von Duschräumen weiterhin keine Maskenpflicht."

Von da her empfiehlt der Schachverband auch während des Spiels eine FFP2 Maske zu tragen, um eine Ansteckungswahrscheinlichkeit mit der Omikron Mutante so weit als möglich zu reduzieren.

Eilmeldung vom 11.01.2022


Beschlossen wurde, dass bis einschließlich 1. Februar 2022 die Regelungen der Alarmstufe II gelten, unabhängig von der Sieben-Tages-Hospitalisierungsinzidenz und der Intensivbettenauslastung. Mit dieser Maßnahme soll ein besserer Umgang mit Omikron möglich sein.

Die Befreiung von der Testpflicht gilt für Geimpfte und Genesene nur noch 3 Monate nach der vollständigen Immunisierung bzw. vorheriger Infektion mit dem Coronavirus.

Ansonsten gelten die bisherigen Regelungen.

Die vollständige CoronaVO, gültig ab dem 12. Januar 2022 kann man hier nachlesen.

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Eilmeldung vom 06.01.2022


Bisher hat ein Schülerausweis als Nachweis für eine regelmäßige Testung genügt. Da am kommenden Sonntag formal noch Weihnachtsferien sind, gilt in der Alarmstufe II:

Schüler, die vollständig geimpft sind, 2G+ gleichgestellt.
Für alle nicht geimpften Schülerinnen und Schüler über 6 und unter 18 Jahren ist ein Testnachweis notwendig.

Die CoronaVO Sport, gültig ab 27. dem Dezember 2021 kann man hier nachlesen.

Interview mit Nils Richter

Veröffentlicht am: 04.09.2021 von Karlheinz Vogel in: Schachverband Württemberg Drucken

Interview mit dem neuen deutschen U18-Meister Nils Richter

WILLINGEN. Die deutschen Jugendeinzelmeisterschaften sind in der Altersklasse U18 mit einem Paukenschlag zu Ende gegangen. Mit einem Sieg gegen Alexander Suvorov in der Schlussrunde schob sich Nils Richter vom TSV Schönaich noch auf den ersten Platz und feierte den größten Erfolg seiner bisherigen Schachlaufbahn. Seinem Trainer vor Ort, Georg Braun (GB), gab der deutsche Meister Nils Richter (NR) unmittelbar nach der Siegerehrung ein Interview.

 

Nils Richter, Foto: Deutsche Schachjugend e.V. ©


Georg Braun: Also Nils, wie fühlst man sich als frischgebackener deutscher Meister? Was geht dir jetzt durch den Kopf?

Nils Richter: Ich fühle mich gut, aber auch überrascht, denn mit diesem Endergebnis habe ich vor und auch nach dem Ende der letzten Runde natürlich nicht gerechnet. Richtig realisiert, was dieser Erfolg für mich bedeutet, habe ich noch nicht.

GB: Wann hast du erfahren, dass du deutscher Meister geworden bist?

NR: Eher zufällig, etwa eine Stunde nach dem Ende der letzten Partie. Davor hatte ich mich, wie die meisten, auf die Livetabelle im Internet verlassen, bei der Christopher Dahl die bessere Buchholz hatte. Während und nach der Partie habe ich mich etwas geärgert, weil einer meiner Gegner in der Schlussrunde kampflos verlor. Ich dachte, dadurch bekomme ich keine Buchholz.

GB: Kannst du bitte kurz deinen schachlichen Werdegang beschreiben?

NR: Zum Schach kam ich durch David Blank, der an unserer Schule Flyer für den Schachverein verteilt hat. Über ihn kam ich zu meinem ersten Verein, dem TSV RSK Esslingen. Mit Beginn der Saison 2019/2020 bin ich zum Zweitligisten TSV Schönaich gewechselt, um mich schachlich weiterzuentwickeln und gegen bessere Gegner zu spielen.

GB: Welchen weiteren Personen bzw. Trainern hast du diesen Erfolg zu verdanken?

NR: Sehr vielen. Zeitlich gesehen, wurde ich am längsten trainiert von Philipp Müller. Auch mit Marc Werner habe ich über längere Zeit intensiv gearbeitet. Außerdem stehe ich immer noch mit David Blank in Kontakt.

GB: Was waren die kritischen Momente des Turniers?

NR: Wichtig war zunächst mein Sieg gegen den Vorjahresmeister Oliver Stork. Er wollte auf Sieg spielen, ist in der Eröffnung Risiko eingegangen, wurde dafür aber nicht belohnt.

GB: Die erschien als eine schwierige, wenn nicht unlösbare Aufgabe. Alexander Suvorov hatte bis dahin ein hervorragendes Turnier gespielt und mit Weiß jede Partie gewonnen. Er eröffnet mit 1.d4 und hat ein eher enges, aber sehr solides Repertoire, in dem er sich sehr gut auskennt.

NR: Die Idee, Wolga-Gambit zu spielen, kam ja von dir, Georg. Anschließend habe ich noch einen engen Schachfreund vor Ort um Hilfe gebeten, die dann schließlich sehr wertvoll war. Mir war auch  klar, dass mein Gegner unter großem Druck stand. Das hat auch geholfen.

GB: Möchtest du weitere Insider-Informationen zum Turnier preisgeben?

NR: Ja, und zwar, dass wir das ganze Turnier über versucht haben, eine bestimmte Eröffnungsvariante aufs Brett zu bekommen, die wir zuvor intensiv einstudiert haben. Aber irgendwie sollte es nicht dazu kommen.

GB: Ja, so ist das manchmal mit der Vorbereitung. Wie ist der Stand zur Jugend-EM?

NR: Diese soll vom 15. bis 21. Oktober in hybrider Form stattfinden. Wo genau, ist noch nicht klar.

GB: Was hilft dir während einem Turnier, um gut Schach zu spielen?

NR: Täglich Sport, eine ausgewogene Ernährung, und viel Schlaf, mindestens 8 Stunden pro Nacht.

GB: Welchen Tipp würdest du Spielern geben, die ihre Spielstärke verbessern wollen.

NR: Am besten täglich am Schach arbeiten, d.h. Aufgaben lösen und Schachbücher lesen.

GB: Welche Schachbücher zum Beispiel?

NR: Mir hat die Endspieluniversität von Dvoretsky weitergeholfen, und die Bücher von Gelfand. Das sind aber schon Bücher für fortgeschrittene Spieler.

GB: Wie sehen deine Pläne für die Zukunft aus?

NR: Ich mache jetzt erstmal ein Schachjahr. Dort ist mein Ziel der IM-Titel.


Das Interview führte Georg Braun in Willingen.

Links:

Informationen zur deutschen Jugendeinzelmeisterschaft U18...

Bericht bei der Württembergische Schachjugend...

Bericht auf der Homepage von TSV RSK Esslingen...

Homepage TSV Schönaich...