Info Vereinsgründung

Veröffentlicht am: 08.03.2009 von Walter Pungartnik in: SVW-Service Drucken

Generell gilt, ein Verein ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Personen, die einen gemeinsamen Zweck verfolgen, dies in einer Satzung niederlegen und den Verein eine körperschaftliche Verfassung geben. Es kann jeder unbescholtene Bürger einen Verein gründen. Es müssen aber mindestens 7 Gründungsmitglieder vorhanden sein.

Voraussetzung und Schritte für eine e.V. (eingetragener Verein) Vereinsgründung:

  • Einberufung einer Gründungsversammlung: Es müssen mindestens 7 Personen anwesend sein und schriftlich der Gründung zustimmen.
  • Erarbeitung und Beschließung einer Vereinssatzung. (eine Mustersatzung seitens des WLSB ist dabei sehr zu empfehlen)
  • Festlegung eines Vereinsnamen

Gemäß dieser Satzung muss ein Vorstand (mindestens der 1. Vorsitzende und sein Stellvertreter) und ein Kassenprüfer, der nicht Mitglied im Vorstand sein darf, festgelegt und gewählt werden. Ferner muss der Mitgliedsbeitrag festgelegt werden. Darüber muss ein schriftliches Gründungsprotokoll, mit den Unterschriften der Gründungsmitglieder, erstellt werden.

Verfahrensschritte:

  • Anmeldung und Eintrag in das Vereinsregister als e.V beim Amtsgericht
  • Prüfung der Satzung durch das Finanzamt, wegen der Gemeinnützigkeit! Wird durch das Amtsgericht eingeleitet! Empfehlung: Vorab dem zuständigen Finanzamt zur Prüfung vorlegen.

Ein Verein mit e.V. wird in der Regel vom Finanzamt als „Gemeinnützig“ anerkannt, wenn die Vereinssatzung vom Finanzamt geprüft wurde und in Ordnung ist. Der Verein erhält dann eine „Freistellung“ so dass für die meisten Einnahmen (Mitgliedsbeiträge, Spenden, Veranstaltungen...) keine Steuern anfallen. Der Verein kann dann auch, mit bestimmten Obergrenzen, Spenden einnehmen und dafür eine Spendenbescheinigung zur Vorlage beim Finanzamt ausstellen.

Ein e.V. Verein wird grundsätzlich in 3 finanztechnischen Bereichen aufgeteilt:

Ideeller Bereich: (Mitgliedsbeiträge, und Spenden), Zweckbetrieb: (Ein- und Ausgaben für den reinen Spielbetrieb und kulturelle Veranstaltungen) und Wirtschaftsbetrieb (Ein- und Ausgaben für Vereinsfest, Feiern, Vereinsgaststätte, Werbeeinnahmen, bezahlte Sportler, Eintrittsgelder ..... )

Dieser e.V. ist auch die Voraussetzung, dass dieser Verein in der übergeordneten Verbandsorganisation (SVW) und im Landessportbund (WLSB) aufgenommen wird und somit erst am offiziellen Spielbetrieb teilnehmen darf. Mit der Aufnahme in den Landessportverband ist der Verein auch versicherungstechnisch abgesichert. Ferner erwirbt ein „e.V Verein“ die eigenständige Rechtsfähigkeit.

Nach Eintrag in das Vereinsregister. Aufnahmeantrag an den Schachverband Württemberg (z.B. über mich) der auch den Beitritt zum Deutschen Schachbund (DSB) einschließt. Aufnahmeantrag an den Landessportbund WLSB.

Weitere Empfehlungen

Neben der Vereinssatzung sollten Sie auch gleichzeitig eine Jugendordnung festlegen und beschließen, die oft Voraussetzung für finanzielle Jugend-Zuschüsse seitens des WLSB und der Kommunen ist. (siehe anliegende Mustersatzung)

Verwenden Sie für die Aufnahme von Mitgliedern in Ihrem Verein die vorhandenen SVW- Formulare. (Bitte beide Formulare unterschreiben lassen!)

Wichtig! Nach der Aufnahme in den SVW ist die „elektronische Erreichbarkeit“ mittels E-Mail Verkehr zwingend erforderlich, da die Mitgliederanmeldung- und Ergebnismeldung generell über das SVW-Portal auf elektronischer Basis erfolgen.

Walter Pungartnik,
Vizepräsident des SVW