Spielerpassordnung des Schachverbands Württemberg e.V.

Veröffentlicht am: 26.05.2007 von Holger Schröck in: Ordnungen und Satzung Drucken

In der Fassung nach dem Verbandstag 02.07.2011

1. Umfang der Spielgenehmigungspflicht

Für jedes spielaktive Mitglied im Bereich des Schachverbandes Württemberg e.V. (SVW) muß eine Spielgenehmigung bestehen oder gemäß Punkt 8 beantragt sein. Anträge sind grundsätzlich über das Vereinsportal des SVW zu stellen.

2. Vorlagepflicht

Die Mitgliedsnummern in aktuellen Vereinslisten müssen auf den Mannschaftsaufstellungen und den Nachmeldungen angegeben werden. Eine Vorlage der Mitgliederliste über die neue Spielgenehmigung ist im SVW auf Verbandsebene regelmäßig nicht notwendig.

3. Verwahrung der Vereinslisten

Die Vereinslisten bleiben in Verwahrung des zuständigen Vereins. Nur für Einzelwettkämpfe darf dem Spieler eine Kopie ausgehändigt werden.

4. Spielberechtigung

Ein Spieler ist nur für den Verein spielberechtigt, in dessen gültiger Mitgliederliste er als aktives Mitglied eingetragen ist. Er kann nur für diesen Verein Mannschaftswettkämpfe bestreiten und nur an offiziellen Meisterschaften der diesem Verein übergeordneten Organisation (Kreis, Bezirk, Verband, DSB) teilnehmen (siehe WTO 1.8). Gültige Listen haben im ersten Halbjahr das Ausgabedatum vom Januar des laufenden Jahres, im zweiten Halbjahr vom Juli des laufenden Jahres.

5. Vereinswechsel

  1. Will ein Spieler für einen anderen als den bisherigen Verein seine offiziellen Wettkämpfe bestreiten (Wechsel der Spielberechtigung), muß er dies dem bisherigen Verein schriftlich mitteilen. Eine Verweigerung der Freigabe durch den bisherigen Verein muß dieser begründen und dem neuen Verein innerhalb von 2 Wochen (gerechnet vom Poststempel der Anforderung) mitteilen.
  2. Bei Vorliegen eines Härtefalls kann einem Spieler bei einem Vereinswechsel außerhalb der Wechselfristen des §1 Abs. 8 WTO ausnahmsweise eine Spielberechtigung erteilt werden, wenn die Regelungen der WTO und dieser Ordnung für ihn zu einer ungerechtfertigten Härte führen würden, die nicht im Interesse des Schachsports liegt.Bei der Härtefallprüfung ist insbesondere zu berücksichtigen
    1. ob den Spieler im Hinblick auf die Nichteinhaltung der bestehenden Wechselfristen ein eigenes Verschulden trifft,
    2. ob das Interesse des Verbandes und seiner Mitglieder an einem geregelten Spielbetrieb durch die Erteilung einer Ausnahmegenehmigung verletzt würde.
    Härtefallanträge sind schriftlich mit einer ausführlichen Begründung an den Referenten für Mitgliederverwaltung zu stellen.Dieser kann zusätzliche Angaben fordern. Der Referent für Mitgliederverwaltung entscheidet über die Erteilung der Ausnahmegenehmigung nach vorheriger Anhörung des Verbandsspielleiters .

6. Löschen nicht mehr benötigter Spielgenehmigungen

Nicht mehr benötigte Spielgenehmigungen (z.B. Beendigung der Mitgliedschaft) sind bei dem Referenten für Mitgliederverwaltung einzureichen.

7. Ausstellung der Spielgenehmigung

Die Spielgenehmigungen werden von der ZPS des DSB ausgestellt. Der gesamte Verkehr mit der ZPS läuft im Bereich des SVW über den Referenten für Mitgliederverwaltung, der auch einen Stellvertreter benennen kann. Die ZPS unterhält keinen direkten Verkehr zu den Vereinen und Mitgliedern des SVW.

8. Formalitäten der Antragstellung

Der Antrag auf Ausstellung einer Spielgenehmigung bzw. auf Änderung von Daten wird von dem Referenten für Mitgliederverwaltung nur über das Vereinsportal des SVW entgegengenommen. Der Antrag muß folgende Angaben enthalten:

  • Die Vereinsnummer, unter welcher der Verein bei der ZPS geführt wird,
  • Familienname und Vorname des Spielers,
  • Geburtsdatum und Geburtsort,
  • PLZ, Wohnort, Straße, Hausnummer,
  • Geschlecht,
  • Staatsangehörigkeit
  • Name des Vereins, Bezirk,
  • Funktion im Verein (Bei Vereinsfunktionären wird eine E-Mailadresse und / oder Telefonnummer erwartet)

Der Antrag auf Ausstellung einer Spielgenehmigung muss auch bei Vereinswechsel vom neuen Verein ausgefüllt werden.

9. Termine

Spielgenehmigungen werden von der ZPS zweimal im Jahr ausgestellt. Die Anträge müssen vor dem 1. Januar oder vor dem 1. Juli eines Jahres beim Passbeauftragten vorliegen. Diese Termine gelten sowohl für Neuausstellungen als auch für Umschreibungen bei Vereinswechsel.

10. Inkrafttreten

Diese Spielerpassordnung tritt mit Veröffentlichung im Verbandsorgan in Kraft.