Handy-Regelung

Aus dem Bundesligaergebnisdienst #03/03-04 und #04/03-04:

Zur Information aller Spieler, Mannschaftsführer, und Schiedsrichter:

Die FIDE hat darauf hingewiesen, dass der Gebrauch von Handys durch die Spieler zum sofortigen Partieverlust des Betreffenden führt! Schon das einmalige Klingeln des Handys führt zu dieser Sanktion! Die Schiedsrichter haben hier keinen Ermessensspielraum! Bitte weisen Sie alle Beteiligten auf diese Regelung hin, damit es sie nicht so wie den Weltmeister trifft!
Auch in den deutschen Ligen wurden bereits Partien so beendet!“

Dies hat in unseren Reihen teilweise für Verwirrung gesorgt. Deshalb hat der Verbandsspielausschuss auf seiner Sitzung am 12. Dezember 2003 dieses Thema beraten. Der Verbandsspielleiter gibt nun diese Stellungnahme dazu ab:

A) Diese von der FIDE vorgelegte Interpretation ist auf den ersten Blick unverhältnismäsig.

B) Nach Rücksprache mit dem DSB bleibt jedoch festzustellen:

  1. Die FIDE-Regeln entsprechen grundsätzlich der vorgegebenen Vorgehensweise, siehe §§12.2, 12.5, 13.2 und 13.4.
  2. Auch in der DSB-Turnierordnung sind entsprechende Verbote enthalten (A-7.1.3 – Handys dürfen nicht eingeschaltet sein).
  3. Auch die WTO des Schachverband Württemberg, §6.5, kennt dieses Verbot.
  4. Bei der FIDE ist die angegebene Sanktion schon seit mehreren Jahren geübte Praxis. Mit der obigen „Dienstanweisung für Schiedsrichter“ wurde dies lediglich vergegenwärtigt.

C) Obige Regelung gilt in jedem Fall für die Bundesligen. Für den Schachverband Württemberg wird diese Regelung wie folgt übernommen (gültig Für Oberliga, Meister- und Kandidatenturnier; ):

  1. Der Schiedsrichter weist vor Spielbeginn auf das Handyverbot hin (insbesondere in der laufenden Saison – danach sollte dies allgemein bekannt sein).
  2. Falls dennoch ein Handy eines Spieler klingelt ist dies mit Partieverlust zu bestrafen.
  3. Es wird empfohlen, auch in darunter liegenden Spielklassen, bei Einzelturnieren auf Bezirks- und Kreisebene, sowie bei OPEN-Turnieren so zu verfahren!

Gez.: Thomas Wiedmann, Spielleiter Schachverband Württemberg